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Gesellschaft, Geschichte & Politik / WBG
Annemarie Stoltenberg zu Gast in der Marienkirche
26.10.2021 um 19:30 Uhr
Die Kinder von Teheran
von Mikhal Dekel
(Übersetzung: Gabel, Tobias)
Eine lange Flucht vor dem Holocaust
[Originaltitel: Tehran Children]
Verlag: wbg Theiss
Hardcover / Gebundene Ausgabe
ISBN: 978-3-8062-4278-2
Erschienen: im Mai 2021
Sprache: Deutsch
Format: 22,1 cm x 16,2 cm x 3,8 cm
Gewicht: 700 Gramm
Umfang: 464 Seiten

Preis: 28,00 €
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Inhaltsverzeichnis
"Tehran Children": die stellvertretende Lebensgeschichte eines jüdischen Flüchtlingskindes
Von Polen in den Iran ist es ein weiter und beschwerlicher Weg. Kaum vorstellbar, dass fast 900 polnisch-jüdische Kinder diese Route bewältigen mussten. Doch genau auf diesen verschlungenen Pfaden entkam der Vater der Autorin der Judenverfolgung durch die Nazis. Zeit seines Lebens sprach er nicht darüber, was er im 2. Weltkrieg durchlebte: Flucht, Todesangst und die Hoffnung auf einen Neuanfang in einem unbekannten Land.
Seine Tochter zeichnet in berührender Weise den Weg des kleinen polnischen Flüchtlingsjungen nach - stellvertretend für die über eine Million Juden aus Polen, die über die Sowjetunion vor den Naziverbrechen flohen.
Eine Erzählung von literarischer Eleganz: Wer waren die "Kinder von Teheran"?Stationen einer Flucht: Russland, Usbekistan, Kasachstan, Iran und schließlich Palästina
Spätfolgen des NS-Regimes: Was sieben Jahrzehnte Verdrängung in einer Familie bewirken
Spurensuche in den Archiven: Die Geschichte Israels und der Flüchtlinge des 2. Weltkriegs
Eine unbeachtete Folge des Holocaust: Wie Juden im Iran aufgenommen wurden
Die Biografie des Vaters führt zur Erforschung eines kaum bekannten Kapitels der Shoah
Mikhal Dekels Vater entkam den Nazis in Polen und überlebte den 2. Weltkrieg - doch die Konsequenzen seiner Kindheit blieben stets gegenwärtig. Gerade der Aspekt des Vergessen-Wollens beeinflusste die folgenden Generationen nachhaltig. Die Autorin hat sich in Archiven und in Gesprächen mit Zeitzeugen auf Spurensuche begeben. Schicht für Schicht legt sie ihre Familiengeschichte frei. So entstand eine einfühlsame Erzählung über Nächstenliebe, den Einfallsreichtum der jüdischen Hilfsorganisationen und über die Schrecken des 2. Weltkriegs. Ein Buch über den Holocaust, in dessen Mittelpunkt nicht das Konzentrationslager, sondern der Flüchtling steht, und dessen Schauplatz nicht Europa, sondern Zentralasien und der Nahe Osten ist!
Mikhal Dekel ist Professorin für Englische und Vergleichende Literaturwissenschaft am City College und am Graduate Center der City University of New York. Sie wurde in Haifa, Israel, als Tochter eines Holocaust-Flüchtlings und einer Israeli geboren, absolvierte ihren obligatorischen siebenjährigen Militärdienst, bevor sie nach New York auswanderte und Literaturwissenschaften studierte.
Einleitung - New York City, 2007 7 1 "Hier fühlen sich alle wie neu geboren" - Iran, August 1942 22 2 Eine liberale Familie - Ostrów Mazowiecka (Polen), 1939 49 3 Über die Grenze - Von Hitler zu Stalin 71 4 Ukasniks in der Sowjetunion - Als Zwangsarbeiter in Archangelsk und Komi 97 5 "Ich bin Jude" - "Ich bin Usbeke" 141 6 Polnische Exilanten und jüdische Hilfsaktionen - London, New York und die Ud
SSR 209 7 Samarkand - Die Stadt voller Flüchtlinge 256 8 Polen und Juden in Teheran - Zwei Nationen erfinden sich 287 9 Die Kinder Israels - Im Kibbuz En Charod 372 Die Welt mit den Augen der Flüchtlinge sehen Nachwort von Aleida Assmann 429 Anhang 435 Dank 435 Anmerkungen 439 Archive 453 Literatur 453 Filme und Videos 457 Interviews 457 Abbildungsnachweis 458 Register 458
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