Thomas Hardy ist einer dieser Autoren, die sich häufig ganz oben auf einer Must-Read-Liste finden, die aber, zumindest in Deutschland, eher selten wirklich gelesen werden. Völlig zu unrecht, denn Hardy ist ein großer Beschreiber der sozialen Verwerfungen der viktorianischen Zeit.
"Die Liebe seines Lebens" ist nun zum ersten Mal ins Deutsche übersetzt und ich kann verstehen, warum selbst Proust ein begeisterter Leser dieses Romans war.
Im Mittelpunkt steht ein Bildhauer, Jocelyn Pierston, verliebt in eine Frau, eher ein Ideal, das sich nicht dauerhaft in Stein meißeln lässt, an derer Komplexität er scheitert.
Ein Spätwerk über die Limitiertheit von Kunst und Worten, ein Bedauern nicht jeden Moment gelebt zu haben.
Philipp Reclam jun. Verlag GmbH E-Mail: info@reclam.de
Hardys letzter Roman erstmals auf DeutschRaue Landschaften, tragische Schicksale, geprägt von einer tiefen Melancholie - so kennt und liebt man die literarische Welt von Thomas Hardy. Umso erstaunlicher ist es, dass sein letzter Roman bislang unübersetzt geblieben ist. Er erzählt die Geschichte des Bildhauers Jocelyn Pierston, der glaubt, die Liebe seines Lebens in drei verschiedenen Frauen gefunden zu haben: in seiner Jugendliebe Avice, zwanzig Jahre später in ihrer Tochter, und am Ende in ihrer Enkelin ...- Ein episches Drama über Liebe, Schönheit, Kunst - und die Kluft zwischen Ideal und Realität- Der Abschluss der großen Wessex-Trilogie