Einleitung:
Sprache in hell und dunkel
1 Neue Flüchtlingswelle droht im Herbst:
Die manipulative Macht der Metapher
2 Schwarze haben so ein tolles Rhythmusgefühl:
Generische Aussagen und die kognitiven Quellen der Diskriminierung
3 Ok Boomer:
Herabsetzungswörter und wie sie funktionieren
4 Davon verstehst Du nichts:
Formen kommunikativer Entmächtigung
5 Wir fordern ein Ende der digitalen Entmündigung:
Diskursdynamik, Akkommodation und unterdrückende Rede
6 Der Premierminister ist ein Reptilienmensch
Lügen, Verschwörungstheorien und die Vertrauensbasis der Sprache
Anhang
Glossar
Literatur
Anmerkungen
Register
Ausgrenzen, abwerten, manipulieren - Wie Bad Language funktioniert
Unsere Sprache hat eine dunkle Seite: Sie stellt uns nicht nur die Mittel bereit, mit denen wir uns verständigen und unsere Welt erschließen, sondern dieselben Mittel laden auch dazu ein, andere zu diskriminieren ('Asylbewerber sind kriminell'), kommunikativ zu entmächtigen (Mansplaining), herabzuwürdigen ('OK Boomer') oder schlicht Bullshit zu erzählen ('Sie essen die Katzen').
Tim Henning, Nikola Kompa und Christian Nimtz widmen sich einer philosophischen Erkundung dieser düsteren Rückseite unserer Sprache. Sie zeigen uns, dass die sprachlichen Formen der Ausgrenzung oder Verschleierung vor allem deshalb so mächtig sind, weil sie auf Mechanismen unserer Kommunikation beruhen, denen wir uns kaum bewusst sind. Das verlangt nach einem kritischen philosophischen Blick - um den fraglichen Mechanismen einen Teil ihrer Macht zu nehmen und die aufgeregten Diskussionen über unseren Sprachgebrauch zu versachlichen.
Tim Henning ist Professor für Praktische Philosophie an der Universität Mainz und vornehmlich in der Ethik unterwegs.
Nikola Kompa und
Christian Nimtz haben Professuren für Theoretische Philosophie - sie an der Universität Osnabrück, er an der Universität Bielefeld - und arbeiten insbesondere zur Sprachphilosophie und Erkenntnistheorie.