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Gesellschaft, Geschichte & Politik / Politik / Russland
Olga Grjasnowa liest aus "JULI, AUGUST, SEPTEMBER
04.02.2025 um 19:30 Uhr
Die letzte Fahrt des Zaren
Als das alte Russland unterging
von Jörg Baberowski
Verlag: C.H. Beck Kontaktdaten
Gebundene Ausgabe
ISBN: 978-3-406-83048-8
Erscheint am 20.03.2025
Sprache: Deutsch
Format: 217 mm [H] x 139 mm [B]
Umfang: 400 Seiten

Preis: 28,00 €
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Tipp von
Detlef Scholz
weitere Tipps
Russland im Februar 1917: In den Palästen der Hauptstadt St. Petersburg wird gefeiert, während sich auf den Straßen die Proteste der Arbeiter ausweiten und die Schlangen vor den Bäckereien immer länger werden. Doch weil der Innenminister glaubt, alles im Griff zu haben, verlässt der Zar St. Petersburg. Das Zarenreich wird untergehen,
auch das Bürgertum wird seine Zukunft verspielen.
Baberowski erzählt sehr lebendig, dieses Buch ist ein wirkliches Lesevergnügen.
Biografische Anmerkung
Klappentext

Jörg Baberowski ist Professor für die Geschichte Osteuropas an der Humboldt-Universität zu Berlin und Autor zahlreicher Bücher und Aufsätze zur russischen und sowjetischen Geschichte. 2012 erhielt er für sein Werk "Verbrannte Erde. Stalins Herrschaft der Gewalt" den Preis der Leipziger Buchmesse. Bei C.H.Beck sind von ihm lieferbar: "Der Sinn der Geschichte" (3. Aflg. 2014), "Verbrannte Erde" (4. Aflg. 2022) und "Der sterbliche Gott" (2024).



So lebensnah erzählt, als säße man im Kino - Die letzte Woche des Zarenreiches
Ende Februar 1917: In den Palästen Petrograds wird getanzt und in den Opern gesungen, während sich auf den Straßen die Proteste ausweiten und die staatliche Ordnung in Bedrängnis gerät. Doch weil der Innenminister glaubt, alles im Griff zu haben, verlässt der Zar mit seinem glamourösen Hofzug die Hauptstadt. Er sollte sie nie wieder betreten, denn jetzt beschleunigen sich die Ereignisse. In einem alles mitreißenden Strudel geht das Zarenreich unter und mit ihm alle Alternativen, die Rußland in eine andere Zukunft geführt hätten.

Manchmal verdichtet sich die Weltgeschichte in wenigen Tagen und einzelnen Personen. So war es im Februar 1917, als der Zar in den Zug stieg und in Petrograd die Revolution ausbrach. Jörg Baberowski ist ein großartiger Erzähler, der diesen welthistorischen Moment in einzigartiger Weise nacherlebbar macht: die letzte Woche des Zarenreichs so lebensnah, als säße man im Kino. Das Buch fängt die Dynamik des Moments grandios ein und zeigt, wie eine scheinbar festgefügte Ordnung in wenigen Tagen in sich zusammenfallen kann, wenn die handelnden Personen nicht mehr wissen, was sie tun. Baberowski zeichnet bestechende Porträts und schildert die Ereignisse so, als wäre man mitten im Geschehen. Deutlich wird aber auch, dass alles anders hätte kommen können, wenn der Zar, seine Minister und Generäle verstanden hätten, was um sie herum geschah. So ist dieses berührende Buch auch eine Reflexion über die Grundlagen der Macht und die Herrschaft des Zufalls.

  • "Jörg Baberowski ist ein begnadeter Erzähler." Ulrich M. Schmid, Neue Zürcher Zeitung
  • Der welthistorische Moment, als Russland falsch abbog
  • Jörg Baberowski ist der Schriftsteller unter den deutschen Historikern
  • Viele neue Quellen - Tagebücher, Briefe, Akten
  • Wie staatliche Ordnung in wenigen Tagen zusammenbrechen kann
  • Ein Leseerlebnis
  • Erzählte Geschichte at its best



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