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Gesellschaft, Geschichte & Politik / Geschichte / Nationalsozialismus
Pierre Jarawan liest aus DIE FRAU IM MOND
03.09.2025 um 19:30 Uhr
Hitler übersetzen
Über die Sprache des Faschismus und ihre unheilvolle Wirkmacht | Eine Warnung vor Nationalismus und Rechtspopulismus | Victor Klemperer LTI | Drittes Reich | Nationalsozialismus
von Olivier Mannoni
Übersetzung: Nicola Denis
[Originaltitel: Traduire Hitler]
Verlag: HarperCollins Hardcover Kontaktdaten
Gebundene Ausgabe
ISBN: 978-3-365-00815-7
Erschienen am 25.02.2025
Sprache: Deutsch
Format: 205 mm [H] x 123 mm [B] x 18 mm [T]
Gewicht: 242 Gramm
Umfang: 140 Seiten

Preis: 22,00 €
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Klappentext
Biografische Anmerkung

'Hitler zu übersetzen, bedeutet auch, sich gegen seine zeitgenössischen Epigonen zu wappnen.' Olivier Mannoni
'Hitler ist tot, sein Werk des Hasses voll glühender Schwärze ist geblieben.' Es gibt nur wenige Menschen, die so tief in die Abgründe nationalsozialistischer Rhetorik geblickt haben wie Olivier Mannoni.

Zehn Jahre lang übersetzte Mannoni Hitlers 'Mein Kampf' für eine kritisch-wissenschaftliche Edition ins Französische. Das Werk, mit dem Hitler seine antisemitischen Thesen und nationalsozialistische Weltanschauung auf über 700 Seiten in eine für den Normalbürger kaum zugängliche Prosa ergoss und sie dennoch 'salonfähig' machte. Zwölf Millionen Exemplare waren bis 1945 im Umlauf.

Was macht es mit einem Menschen, sich jahrelang in die Tiefen von Hitlers Sprache zu versenken?

'¿Mein Kampf¿ zu übersetzen, bedeutete, ungeahnte Türen zu öffnen. In keinem Text zuvor kam Hass in dieser Dichte und mit solch einer Gewalt zum Ausdruck, dieses von Peter Sloterdijk beschriebene brodelnde, bösartige und verderbliche Ressentiment: eine Art Bank, bei der man ¿ wie bei spekulativen Geldanlagen ¿, alle Wut und Frustrationen anspart, um sie, sobald der Tag gekommen ist, zu nutzen und den größtmöglichen Gewinn daraus zu ziehen.'

Angesichts einer politischen Realität, in der rechtspopulistische Parteien Regierungen stellen, demagogische Reden ein Revival erleben und nationalsozialistisches Vokabular in unseren Alltag zurückkehrt, warnt uns Olivier Mannoni vor der Wirkmacht sprachlich irreführender Überfrachtungen und dem damit einhergehenden suggestiven Kalkül.

Ein Essay von erschreckender Aktualität.



OLIVIER MANNONI, geboren 1960 in Tours, gehört zu den renommiertesten Übersetzern aus dem Deutschen ins Französische. Zu den von ihm übersetzten Autoren zählen Franz Kafka, Sigmund Freud, Martin Suter, Stefan Zweig, Maxim Leo, Peter Sloterdijk und Byung-Chul Han. Zudem hat er zahlreiche Werke zum Nationalsozialismus übersetzt, darunter Ernst Klees 'Deutsche Medizin im Dritten Reich' ('La Médecine nazie et ses victimes') und Joachim Fests 'Staatsstreich. Der lange Weg zum 20. Juli' ('La Résistance allemande à Hitler'). Er selbst verfasste Biografien über Günter Grass und Manès Sperber.

'Hitler übersetzen' ('Traduire Hitler') war 2022 für den Prix Femina nominiert und gewann 2023 den Charles-Oulmont-Preis. Sein Buch 'Coulée brune. Comment le fascisme inonde notre langue' (Brauner Schlamm. Wie der Faschismus unsere Sprache überschwemmt) erschien 2024.

Mannoni lebt in den Pyrenäen.


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