Faye ist eine alleinerziehende Mutter von fünf Kindern im Alter von 8 bis 18 Jahren. Im Sommer 1981, nach dem letzten Schultag, ist sie mit allen fünf Kindern auf dem Heimweg. Genervt, gestresst und völlig überfordert, reagiert sie auf das Quengeln der 12jährigen Ellen, indem sie sie einfach 5 Meilen von zu Hause entfernt und trotz einbrechender Dunkelheit kurzerhand aus dem Auto schmeißt.
Obwohl wie ein Krimi beginnend, erzählt uns Una Mannion eher sensibel und zart die Geschichte einer auseinanderfallenden Familie. Durch die Augen der drei Jahre älteren Schwester Libby erleben wir die schrecklichen Ereignisse rund um Ellens Verschwinden.
Ein sehr berührender Coming of Age Roman, der viel Raum zum Nachdenken bietet.
Am liebsten würde die vierzehnjährige Libby Gallagher den Sommer wie immer mit ihrer Freundin Sage verbringen. In ihrem heimlichen Königreich im Wald lauwarmes Bier trinken, reden und Menthol-Zigaretten rauchen. Doch diese Ferien fangen gar nicht gut an. Auf der Fahrt von der Schule nach Hause herrscht im Auto dicke Luft. Die fünf Geschwister liegen sich in den Haaren, und Libbys kleinere Schwester Ellen bringt die Mutter zur Weißglut. So sehr, dass sie am Straßenrand anhält und ihre Tochter auffordert, auszusteigen. Sollen die anderen Geschwister protestieren wie sie wollen, die Mutter legt den Gang ein und tritt aufs Gaspedal. Im schwindenden Tageslicht, im dunklen Schatten der Bäume bleibt die zwölfjährige Ellen zurück. Die Entscheidung eines Augenblicks, die alles verändert. Licht zwischen den Bäumen ist das bewegende Porträt einer zerrissenen Familie und literarischer Thriller. Ein Roman über Loyalität und Liebe, Scham und Schuld und den bitteren Geschmack wohlmeinenden Verrats.