Buchcover: Sibir
Sibir
'Ein großartiger, poetischer Roman.' (Süddeutsche Zeitung)
Hardcover / gebundenes Buch
mit Schutzumschlag
Erschienen am: 31.01.2023
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Empfehlung von Michaela Nienhüser
Foto von Michaela Nienhüser
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Lange hat Josef die schmerzhaften Erinnerungen an seine Verschleppung als Kind nach Sibirien tief in sich vergraben und nie darüber gesprochen. Doch nun im Abgleiten ins Vergessen und mit dem Strom von Spätaussiedlern aus Russland bricht alles wieder schonungslos an die Oberfläche. Seine Tochter, die nichts von der Vergangenheit ihres Vaters geahnt hat, versucht zu begreifen. Meisterhaft erzählt Janesch von den Schrecklichkeiten in der deutsch-russischen Vergangenheit und der Sehnsucht nach Heimat. Eine Geschichte, die unter die Haut geht.
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ISBN/EAN
978-3-7371-0149-3
Titel
Sibir
Untertitel
'Ein großartiger, poetischer Roman.' (Süddeutsche Zeitung)
Sprache
Deutsch
Gewicht
442 Gramm
Abmessung
33,0 mm (Tiefe) x 135,0 mm (Breite) x 209,0 mm (Höhe)
Seiten (gesamt)
352 Seiten
Verlag/Hersteller
Ausstattung
mit Schutzumschlag
Herstellerkontakt
E-Mail: produktsicherheit@rowohlt.de




Furchterregend klingt das Wort, das der zehnjährige Josef Ambacher aufschnappt: Sibirien. Die Erwachsenen verwenden es für alles, was im fernen, fremden Osten liegt. Dorthin werden Hunderttausende deutscher Zivilisten - es ist das Jahr 1945 - von der Sowjetarmee verschleppt, unter ihnen auch Josef. Kasachstan ist das Ziel. Dort angekommen, findet er sich in einer harten, aber auch wundersamen, mythenvollen Welt wieder - und er lernt, sich gegen die Steppe und ihre Vorspiegelungen zu behaupten. Mühlheide, 1990: Josef Ambacher wird mit seiner Vergangenheit konfrontiert, als nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion eine Woge von Aussiedlern die niedersächsische Kleinstadt erreicht. Seine Tochter Leila steht zwischen den Welten und muss vermitteln - und das zu einem Zeitpunkt, an dem sie selbst den Spuk der Geschichte zu begreifen und zu bannen versucht.Sabrina Janesch erzählt mitreißend und in leuchtenden Farben die Geschichte zweier Kindheiten, einmal in Zentralasien nach dem Zweiten Weltkrieg, einmal fünfzig Jahre später in Norddeutschland. Dabei spannt sie meisterhaft einen Bogen, der unbekannte, unerzählte Kapitel der deutsch-russischen Geschichte miteinander verbindet. Ein großer Roman über die Suche nach Heimat, die Geister der Vergangenheit und die Liebe, die sie zu besiegen vermag.