Buchcover: Omertà
Omertà
ORF-Bestenliste September 2022
Hardcover / gebundenes Buch
mit bedrucktem Schutzumschlag
Klebebindung
Erschienen am: 07.03.2022
34,00 €
inkl. MwSt
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Empfehlung von Michaela Nienhüser
Foto von Michaela Nienhüser
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Siebenbürgen in der Zeit zwischen den 40er und 60er Jahren bildet die Kulisse für diesen 1000 Seiten starken Roman von Andrea Tompa. lm Mittelpunkt das Schicksal von drei Frauen und einem Mann und die vielen Demütigungen, denen die Landbevölkerung zur Zeit der Kollektivierungen in Rumänien ausgesetzt war. Meisterhaft lässt die Autorin in den unverwechselbaren Stimmen ihre Figuren lebendig werden. So lebendig, dass diese auch nach dem Zuklappen des Buches in mir fast schmerzlich weiterleben. Schlichtweg großartig!
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ISBN/EAN
978-3-518-43061-3
Autor*in
übersetzt
Titel
Omertà
Originaltitel
Angabe fehlt
Untertitel
ORF-Bestenliste September 2022
Sprache
Deutsch
Orginalsprache
Hungarian
Gewicht
978 Gramm
Abmessung
210,0 mm (Höhe) x 55,0 mm (Tiefe) x 134,0 mm (Breite)
Seiten (gesamt)
954 Seiten
Verlag/Hersteller
Ausstattung
mit bedrucktem Schutzumschlag
Klebebindung
Herstellerkontakt
E-Mail: info@suhrkamp.de




Eine ländliche Gegend unweit der Stadt Klausenburg. Seit 1920 gehört die frühere ungarische Provinz zu Rumänien. Ende der 40er Jahre soll Schluss sein mit Elend und Rückständigkeit. Die bäuerliche Wirtschaft wird nach sowjetischem Vorbild kollektiviert, Dörfer und Siedlungen plattgemacht. Vilmos, ein nachdenklicher, belesener Gärtner, der Rosen liebt und den die Frauen mögen, macht im Stalinismus Karriere, halb gegen seinen Willen. Aus seinem wilden Garten wird ein Versuchsgelände für Obstsorten und international wettbewerbsfähige Rosenzüchtungen, die dem isolierten Ostblockland Anerkennung verschaffen sollen. Die Geschichte wird von vier Figuren erzählt - jede in ihrer unverwechselbaren Stimme geradezu physisch präsent. Da ist Kali, die junge Bäuerin, die ihrem prügelnden Mann davonläuft und als Dienstmädchen bei Vilmos lebt; da sind Annuska, eine 16-jährige Halbwaise, die sich in Vilmos verliebt, und ihre Schwester Eleonora, die ins Kloster geht und den politischen Säuberungen zum Opfer fällt. Schweigen und erpresstes Geständnis, Lebensbeichte und Selbsterkenntnis, diese obsessiven, stockenden, eruptiven Redeformen machen den Reiz des Romans aus. Dank der sensationellen Übersetzung von Terézia Mora wird das neue Meisterwerk der ungarischen Gegenwartsliteratur auch auf Deutsch zum Ereignis.