Große Gefühle, Verrat und ein mysteriöser Todesfall. "Wie Risse in der Erde" ist ein Roman, der unter die Haut geht.
Mit 17 verliebt sich Beth in den schönen, feinsinnigen Gabriel. Wie berauscht erlebt sie die erste Liebe einen Sommer lang, an dessen Ende das große Glück in Scherben liegt.
13 Jahre später ist Beth mit Frank verheiratet. Eine erwachsene Liebe, glücklich, aber eben nicht berauschend. Und auf einmal ist Gabriel wieder da!
Das klingt furchtbar kitschig, aber genau das ist es nicht. Die Autorin überzeugt mit großartiger, poetisch anmutender Sprache und ehrlichen Dialogen, mal verliebt naiv, mal böse und bissig, mitunter verzweifelt.
Eine dritte Ebene erzählt von einem Prozess, ohne Täter und Opfer zu nennen. So hält Claire Leslie Hall die Spannung hoch, lässt uns hoffen und bangen und löst alles mit einem unerwarteten Paukenschlag auf. Die perfekte Sommerlektüre, die man nicht aus der Hand legen kann.