Keine Kleinigkeit ist eine herrlich englisch exzentrische Geschichte über die Eigenheiten, die lang miteinander verheiratete Paare entwickeln und die für ihre Kinder nicht immer leicht auszuhalten sind, wenn diese zwischen die Fronten geraten. Miranda, die nach Besuchen regelmäßig Gewaltfantasien plagen, zwischen Mitleid, Agression und Liebe schwankt, macht sich schließlich auf, den Geheimnissen der Eltern auf den Grund zu gehen.
Eine ironische, sehr gut beobachtete Geschichte über Dynamiken einer Familie.
'Es war wie immer. Ich könnte sie umbringen.»Mit »Boswell«, ihrer alten Tiefkühltruhe, sind sie vor zwanzig Jahren nach Frankreich gezogen: Mirandas Vater, pensionierter Oxford-Professor, der keine Diskussion scheut. Und ihre Mutter, die jede Gelegenheit nutzt, über den Krieg zu sprechen, den sie selbst nie erlebt hat. Nach fünzig Ehejahren haben sie die ein oder andere Eigenart entwickelt, und die Besuche bei ihnen stellen für Miranda immer öfter eine emotionale Herausforderung dar. »Ich könnte sie beide umbringen«, schreibt sie dann an ihre Schwester. Dabei empfindet sie eigentlich keine Wut, sondern Mitgefühl und Liebe? Und sie fragt sich, ob es nicht einen guten Grund für die Widerspenstigkeit ihrer Mutter gibt. Englische Exzentriker, irritierte Töchter und zwei Lamas. Großartig.»Ein mitreißendes Debüt - scharfsichtig, klug, tragisch und komisch.' FAZ