Margaret Hale muss in Elisabeth Gaskells Roman von 1854 den idyllischen Süden Englands verlassen. Ihr Vater hat in einer Glaubenskrise den Dienst quittiert und zieht mit seiner Familie in den industriellen Norden um als Privatlehrer künftig zu arbeiten.
Margaret ist nicht nur geschockt von der industriell geprägten neuen Umgebung, auch die Menschen unterscheiden sich völlig von ihren noblen Freunden im Süden.
Elisabeth Gaskell ist eine große Chronistin des gesellschaftlichen Wandels. Genau beschreibt sie die Bedingungen, unter denen der neue Reichtum erwirtschaftet wurde und weist eindrück auf die sozialen Probleme hin, die damit einhergehen.
Philipp Reclam jun. Verlag GmbH E-Mail: info@reclam.de
Eine ungewöhnliche Liebe in Zeiten des UmbruchsEngland, Mitte des 19. Jahrhunderts: Am liebsten möchte sie in den Wäldern des New Forest flanieren, doch seit Margaret Hale in eine nordenglische Metropole ziehen musste, liegt ihr altes Leben hinter dichten Fabriknebeln verborgen. Der Lärm der Stadt, die schroffen Gemüter und nicht zuletzt die Not der Arbeiter treffen sie zutiefst. Entschlossen setzt sie alles daran, den Menschen zu helfen. Der Fabrikant John Thornton wird für sie zum Inbegriff von Ausbeutung - bis eine Rebellion und ein familiäres Unglück ihre Welt aus den Angeln hebt und sie die tiefe Kluft zwischen ihnen überwinden muss.In ihrem zeitlosen Roman macht Elizabeth Gaskell die Bedeutung klassistischer Vorurteile und das Dilemma von Empathie und Markthörigkeit verstehbar und liefert ein bewegendes Plädoyer für soziale Verbundenheit.